















Grassenbiwak SAC
Tierberg BE/OW, 2025
Erweiterung Biwak (90 m2)
offener Projektwettbewerb
Das Grassenbiwak, entworfen von Hans Zumbühl, inspiriert durch die Arbeit Jakob Eschenmosers und 1971 erbaut von den Mitgliedern der SAC Sektion Engelberg, ist ein wertvoller Zeitzeuge des Schweizer Alpinismus und Hüter unzähliger Geschichten und Erinnerungen. Als Bauwerk vereint es die Ideale grösstmöglicher Wesentlichkeit und Effizienz mit einer charaktervollen Architektursprache in zugleich einfacher und hochwertiger Konstruktion. Diese Qualitäten bilden die Substanz der baulichen Weiterentwicklung des Grassenbiwaks, um sich auf ressourcenschonende Weise den veränderten Ansprüchen der Alpinist*innen anzupassen und eine symbiotische Verbindung des Vertrauten mit dem Neuen zu schaffen.
Der bestehende Baukörper wird mittels handbetriebenen Stockwinden angehoben und an Ort und Stelle um zwei überirdische Geschosse auf hexagonalem Grundriss und einen als Fluchtweg dienenden Treppenturm ergänzt. Dies ermöglicht eine Erweiterung des Biwaks, ohne die Zone menschlicher Eingriffe auszuweiten und den Gipfel des Tierbergs weiterhin möglichst unberührt zu lassen. Aus der Kombination von Bestand und Erweiterung entsteht eine selbstverständliche Einheit.
(Abbildung 3: Caspar Wolf: «Gadmental mit Titlis», 1778, Öl auf Leinwand)
(Abbildung 4: Beat Christen, Sepp Hess: «Biwak am Grassen», 1995)